Europäische Wertestudie
Die Forschungsgruppe Interdisziplinäre Werteforschung an der Universität Wien führt im Jahr 2026 den Österreich-Teil der European Values Study durch.
Worum geht es in der EVS?
Die Europäische Wertestudie (European Values Study, EVS) ist ein internationales Forschungsprojekt. Sie untersucht, welche Werte, Einstellungen und Vorstellungen Menschen zu wichtigen Lebensbereichen haben. Dazu gehören unter anderem Familie, Arbeit, Umwelt, Politik und Gesellschaft, Religion und Moral, nationale Identität sowie die eigene Lebenssituation. Auch soziodemografische Angaben, etwa zu Alter, Herkunft und Bildung werden erhoben.
Die EVS wird in zahlreichen europäischen Ländern durchgeführt. Die einzelnen Länder führen dabei nationale Erhebungen nach gemeinsamen wissenschaftlichen Standards durch. Dadurch können Werte und Einstellungen zwischen Ländern verglichen und Veränderungen über die Zeit beobachtet werden.
Die erste Erhebung fand 1981 statt. Seither gab es weitere Erhebungswellen 1990, 1999, 2008 und 2017. Österreich beteiligt sich seit 1990 an der Europäischen Wertestudie. Die Universität Wien ist die österreichische Partnerinstitution der EVS.
Aktuell findet die sechste Erhebungswelle der Europäischen Wertestudie statt. Die aktuelle Welle verbindet Fragen aus den bisherigen Erhebungen mit neuen Themen, die für Österreich und Europa heute von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören sozialer und wirtschaftlicher Wandel, eine nachhaltige Zukunft, kulturelles Erbe, Nicht-Diskriminierung, Rechtsstaatlichkeit und der Wohlfahrtsstaat.